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Unser zweigruppiger Kindergarten betreut zur Zeit ca. 40 Kinder im Alter zwischen 1 und 6 Jahren.

Am Freitag, den 24.03.1995 wurde unser jetziger schöner Kindergarten eingeweiht und am darauf folgenden Sonntag der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Pfarrer Werner Lauterbach (für die Kirchengemeinde) und Bürgermeister Erich Kunder (für die politische Gemeinde) hatten die Realisierung und Finanzierung dieses rund 1,8 Millionen DM teuren Neubaus ermöglicht. Der Grund für den Neubau lag darin, dass der alte Kindergarten im heutigen Gemeindehaus wegen der Kinderzahlen mit einer Gruppe nicht mehr zu bewältigen war. Eine zweite Gruppe musste im Oktober 1993 im Gemeindesaal im 1. Stock notdürftig untergebracht werden. Diese „Notgruppe“ wurde unter der Voraussetzung genehmigt, dass es in absehbarer Zeit zu einem zweckmäßigen Neubau kommen würde. Mehr als ein Jahrzehnt ist seither ins Land gegangen, doch die Anfänge des Röckinger Kindergartens liegen schon so weit zurück, dass sich nur noch die Ältesten daran erinnern können.

Im Gegensatz zu manch anderen Gemeinden gab es bereits vor dem 2. Weltkrieg in Röckingen nicht nur einen „Erntekindergarten“ (Kinderschule), der für die Beaufsichtigung der Landwirtskinder während der Feldarbeiten von Mai bis Oktober geöffnet war, sondern einen ganzjährigen Kindergartenbetrieb. Abgehalten wurde dieser Kindergartenbetrieb im Röckinger Schloss bis Kriegsende 1945. Die damalige Leiterin, an die sich viele heute noch erinnern dürften, war Wilma Engelhard. Nach Kriegsende zog nach einer kleinen Unterbrechung der Kindergarten unter neuer Leitung in die Holzbaracke zwischen der Bäckerei Geudenberger und dem damaligen landwirtschaftlichen Anwesen Fuchs (dem heutigen Standort des Kin-dergartens Regenbogen) um. Dort zeichnete sich über einen Zeitraum von nahezu 20 Jahren die Neuendettelsauer Diakonissenschwester Luise Heiß nicht nur als Kindergartenleiterin, sonder darüber hinaus auch als Gemeindeschwester und Krankenpflegerin verantwortlich. Die damaligen sanitären, hygienischen und heizungstechnischen Voraussetzungen in der Baracke erscheinen aus heutiger Sicht schwer vorstellbar. Im Winter heizte ein einziger Holzofen den gesamten Raum und  nach dem Gang zum Plumpsklo blieben nur einige kleine Schüsseln mit kaltem Brunnenwasser zum Händewaschen. Selbst der Brunnen zur Versorgung des Kindergartens mit Wasser stand anfangs nicht zur Verfügung und wurde erst geraume Zeit später auf Betreiben von Karl Schrotzberger gebohrt. Als Außenspielfläche stellten die Schwestern Fuchs einen Teil ihres Gartens zur Verfügung. Nachdem das alte Schulhaus wegen des Neubaus der Schule freigeworden war, konnte die Kirchengemeinde 1964 den Kindergarten und die Gemeinderäume in der jetzigen Oberen Dorfstr. 10  nach gründlicher Sanierung unter tatkräftiger Mitwirkung von Pfarrer Vicedom  unterbringen. Die Bausubstanz der Baracke ließ nur noch eine darauf folgende Nutzung als Hühnerstall zu.

Schwester Luise wurde 1964 in den Ruhestand verabschiedet und die Leitung des Kindergartens bis 1967 Paula Burkhardt übertragen. Ihr folgte dann bis 1969 Inge Dillig (vh. Teufel) und ab 1969 bis 1995 Irmgard Krebs (mit kurzer Unterbrechung 1988/1989 durch Renate Nieder als Leiterin). In diese Zeit fiel dann auch eine gründliche Generalsanierung des Gemeindehauses unter Pfarrer Lauterbach 1982, wobei der Kindergarten übergangsweise im Turnraum der Grundschule untergebracht war. Die nachfolgenden Leiterinnen standen unserem Kindergarten wesentlich kürzer als Schwester Luise vor: Beate Schneider (geb. Prechter) von 1995 bis 1998 Michaela Bittig (vh. Krebs) von 1998 bis 2001. 2001 bis 2008 stand Susanne Soldner (vh. Kristen) und von 2008 bis 2012 Ramona Herrmann in der langen Reihe unserer Kindergartenleiterinnen. Seit Mai 2012 hatet Carina Walter die Leitung inne. Im Oktober 2015 übernahm Simone Heller dann die Leitungsfunktion des Kindergartens.


Es haben sich jedoch in all den Jahren nicht nur die Räumlichkeiten und die Leiterinnen geändert, sondern auch die Kinderzahlen. Um 1970 betrug die Gruppenstärke teilweise über 60 Kinder (galt als eine Gruppe mit 2 Betreuerinnen). Dabei war der Kindergarten im Sommer täglich 9 Stunden geöffnet, sowie am Samstagvormittag 4 Stunden. Zusätzlich waren noch von den Erzieherinnen die Reinigungsarbeiten in und um das Gebäude zu verrichten. Wie viele Kindergärten in unserer Region hatte auch der Röckinger Kindergarten mit schwindenden Kinderzahlen und staatlichen Reglementierungen ums Überleben zu kämpfen. Durch die Öffnung einer Krippengruppe für Kinder unter drei Jahren, können wir nun wieder getrost in die Zukunft sehen. Deshalb wünschen wir dem Kindergarten vor allem  steigende Kinderzahlen und allzeit motivierte Erzieherinnen.